Roundtable in Stockholm

Erfolgreicher Roundtable letzte Woche in Stockholm, gemeinsam mit unserem Partner Scandinavian Financial Solutions, mit mehr als 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Präsentationen behandelten die letzten Entwicklungen bei EMIR (Level 2 validations, Probleme bei der sogenannten "Reconciliation") sowie TFM, unsere Cloud-basierte Anwendung für Treasury-Reporting und Liquiditätsplanung.

 

Erfolgreiches Update von EMIRate

EMIRate wurde heute morgen erfolgreich aktualisiert. Unsere Kunden können damit ab Tag 1 entsprechend den sogenannten "Level 2 validation rules" an REGIS-TR melden.

Liechtenstein / EMIR

Liechtenstein wird als EWR-Mitglied EMIR voraussichtlich Anfang 2016 in Kraft setzen. Die sogenannte Vernehmlassungsfrist läuft noch bis 6. Oktober 2015. (Vernehmlassungsbericht)

Liechtenstein plant u.a. auch die Einführung einer WP-Prüfungspflicht in Anlehnung an das deutsche Wertpapierhandelsgesetz (§ 20).

FinfraG - Anhörung zur Finanzmarktinfrastrukturverordnung

Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) hat heute die Anhörung zur Finanzmarktinfrastrukturverordnung (FinfraV) eröffnet. Die Verordnung enthält die Ausführungsbestimmungen des Bundesrates zum Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG). Die Anhörung dauert bis zum 2. Oktober 2015.

Die Verordnung wird mit 1. Januar 2016 in Kraft treten, der Beginn der Meldepflicht wird sehr wahrscheinlich frühestens in Q3 / 2016 sein.

Mehr Informationen.

ESMA veröffentlicht Report (OTC derivatives used by NFCs)

ESMA veröffentlichte am 13. August 2015 den im Gesetz vorgesehenen ersten Report, „Review on the use of OTC derivatives by non-financial counterparties”.

Sollten Sie der Versuchung nicht widerstehen können, das Dokument ist hier verfügbar. Es ist ganz interessant zu lesen, wir bezweifeln jedoch, dass Sie genauer wissen wollen, was alleine bei der Selbsteinstufung von NFC+ (und umgekehrt) schief gelaufen ist.

Die aus unserer Sicht wichtigsten „Findings“ und Schlüsse sind jedenfalls:

1. ESMA bestätigt, dass es unterschiedliche Interpretationen von MIFID und damit auch der Frage gibt, was nun ein Derivat ist, oder nicht. Ganz besonders trifft dies ja auf Fremdwährungstermingeschäfte zu. Das ist auch insofern interessant, als ESMA’s Analyse ergibt, dass die Mehrheit der NFC-s ausschließlich Zinsprodukte einsetzt (und nicht FX). Wir vermuten, dass das in der Praxis so nicht stimmen kann, und dass das ein Indikator dafür ist, dass sehr viele FX-Geschäfte noch gar nicht gemeldet wurden.

2. Wenig überraschend sind die von NFC-s gehandelten Volumina (nicht Stückzahlen) nahezu irrelevant. Wer hätte das gedacht? Die einzige Asset-Klasse, in der ESMA ein systemrelevantes Risiko bei NFCs sieht, ist die der Commodities. Wir finden es ja schon fast wieder beruhigend, wenn FCs also weniger mit Commodities spekulieren, als NFCs Absicherungsinstrumente für ihre „echten“ Exposures einsetzen. Nur, ist das wirklich so?

3. ESMA behauptet, die Mehrheit der NFC-s wäre aus Kostengründen (!) nicht in der Lage, zu, O-Ton ESMA, „monitoren“, ob Derivate Hedges wären oder nicht. Wir haben auch sehr gelacht. Auch interessant finden wir, dass ESMA die (für das Reporting zusätzlichen) Kosten für dieses Monitoring mit EUR 50.000 einmalig und EUR 40.000 wiederkehrend geschätzt hat. Hm.

4. Jetzt kommt der wirklich unterhaltsame Teil: Auf der Basis dieses Berichts wird ESMA der EU-Kommission vorschlagen, bei NFC-s auf die Klassifizierung 'Directly linked to commercial activity or treasury financing' zu verzichten, NFC-s könnten der Einfachheit halber alle ihre Trades als „Not linked to commercial activity“ melden, die Volumina wären ohnehin irrelevant. ESMA ist überzeugt davon, damit einen Beitrag zur Senkung der Kosten des EMIR-Reporting für NFC-s zu leisten.

Der langen Rede kurzer Sinn – wir sehen zumindest im Moment keinerlei Bestrebungen, das  Reporting allgemein zu erleichtern oder gar auf NFC-Meldungen zu verzichten. Die Erleichterung, die sich ESMA hier vorstellt, ist, bei allem Respekt, wohl eher ein Scherz.

Derivate-Regulierungen G20

Wir arbeiten derzeit an einer umfassenden Aufstellung mit Fokus auf die Auswirkungen von Derivate-Regulierungen in den G20-Ländern und -Regionen für Unternehmen.

Die ersten Resultate können Sie hier herunterladen (xlsm-Format). Dieser Übersicht, die wir regelmäßig aktualisieren werden, können Sie entnehmen, in welchen Ländern oder Regionen für Unternehmen (NFCs) Meldepflichten für Derivate bestehen bzw. unter welchen Bedingungen.

Von einigen Ländern fehlen uns noch Rückmeldungen, andere wie Indonesien haben noch nicht einmal ein entsprechendes Gesetz beschlossen.

Für all jene Länder, für die wir mit der Analyse jeweils fertig sind, haben wir umfangreiche Dokumentationen zusammengestellt (Regulierungen, Durchführungsbestimmungen, Kommentare, usw.). Bei Interesse an diesen Dokumenten wenden Sie sich bitte direkt an uns.

Sollten Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, melden Sie sich bitte für unseren Newsletter an.

Erster norwegischer EMIRate-Kunde

Wir freuen uns über Statkraft als ersten norwegischen EMIRate-Kunden.

EMIR & Level 2 validation rules

Sie melden Ihre Derivate-Transaktionen selbst? Dann können Sie mit den sogenannten Level 2 validation rules, die am 1. November 2015 in Kraft treten, noch etwas mehr Würze erwarten. Übrigens wurden die Melderegister von der ESMA angewiesen, nicht-L2-konforme Meldungen zurück zu weisen, und zwar dieses Mal wirklich, nachdem sich bereits die Level 1-Regeln für viele als offenbar zu große Hürde herausgestellt hatten. Der Unterhaltungswert in Verbindung mit dem EMIR-Reporting wird dadurch mit Sicherheit nicht gesteigert werden.

Es ist jedenfalls nie zu spät, dieses lästige Thema auszulagern. EMIRate-Kunden sind natürlich ebenfalls betroffen, werden jedoch keine Änderungen feststellen. Sämtliche Änderungen in diesem Zusammenhang werden wie üblich so implementiert, dass die Basisdaten, die aus den unterschiedlichsten Treasury-Systemen kommen, nicht betroffen sein werden.

Zwei weitere EMIRate-Kunden

Wir freuen uns über zwei weitere EMIRate-Kunden aus Deutschland und Irland.